Gute Nachricht - Gut-Tu-Nachricht

Tag 356: Freitag, 5. März 2021

Heute ist Weltgebetstag!

Tag 356 Weltgebetstag

Was mich an dieser weltweiten ökumenischen Bewegung begeistert:
Am ersten Freitag im März feiern Christen rund um den Globus.
Millionen beten an diesem Tag und spenden für Projekte.
Wir nehmen wahr, dass christliche Gemeinden überall auf der Welt zu finden sind.

Jedes Jahr steht ein Land im Fokus. Wir erfahren viel über den Alltag der Menschen,
über die Natur und die Probleme des Landes.
Dieses Jahr ist Vanuatu dran. Vanuatu – wo ist das denn? Ein Traum im Südpazifik
und durch Wirbelstürme bedroht.
Vanuatu ist ein wunderschönes Land mit 83 Inseln mitten im pazifischen Ozean
mit ca. 300.000 Einwohnern vieler ethnischer Gruppen und Sprachen.
83% der Bevölkerung sind Christen.
Die Bewohner haben den Ruf besonders glücklich zu sein.

Mit dem Motto „Worauf bauen wir?“ fragen die Frauen aus Vanuatu
nach dem Fundament, das unser Leben trägt und Kräfte freisetzt.
Kraft, um sich für Klima- und Geschlechtergerechtigkeit einzusetzen.
Hier ein Video von meiner Kollegin. Schau doch mal rein! https://www.youtube.com/watch?v=pQY2pn9zZwE
Ist es nicht schön, dass überall auf dem blauen Planteten Christen leben?

Sag mir: Wer schuf das Leben der ganzen Welt?
Und wer ist es, der dich und mich in seiner Hand hält?
Das ist nur Gott allein, Schöpfer allen Seins.
Ich will auf Gott bauen, will stets ihm vertrauen,
mein fester Grund zu jeder Stund`.
(WGT 2021 , Lied 6 Catrin Wolfer )

Annette Bernhardt, Gemeindediakonin Annweiler / Hofstätten 


 

Tag 355: Donnerstag, 4. März 2021

Tag 355

Mitten in der Pandemie und der Passion trifft sie uns ganz unvorbereitet: Die Hoffnung. Als ich gestern spazieren war, habe ich sie entdeckt, die ersten Blumen die geblüht haben. Dabei ist mir ein Gedicht von Eduard Mörike in den Kopf gekommen: Er ist's

Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
— Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab' ich vernommen!

Wir warten jetzt auch, bis die Veilchen blühen, bis wir wieder unser „normales“ Leben zurückbekommen, bis Jesus Christus aufersteht. Gehen sie doch auch einmal nach draußen auf die Suche nach dem Frühling. Den ersten blühenden Blumen, nach den Zeichen der Hoffnung.

Vikar Patrick Keipert, Landau Stiftskirche

 

 


 

Tag 354: Mittwoch, 3. März 2021

Geschichten kreuzen auf

Tag 354 Geschichten

Es ist einfach zu groß. Wie ich es auch drehe und wende: Unser Godramsteiner Hungertuch passt nicht ganz aufs Foto. Egal, wo ich stehe: Eine Ecke fehlt immer.

Vermutlich auf das 11. Jahrhundert geht der Brauch von sogenannten Hungertüchern zurück: Zu Beginn der Fastenzeit versperrte ein solches Tuch der Gemeinde den Blick auf den Altar: Auch das Fasten der Augen sollte ein Zeichen der Buße sein. Nun hat das Fasten- oder eben auch Hungertuch zwar das Geschehen am Altar verdeckt, aber bewusst in Bildern den Menschen unzählige biblische Geschichten vor Augen geführt. Kunstvolle Werke sind entstanden. So erklärt sich auch die Redensart „am Hungertuch nagen“ (von ursprünglich nähen). Jetzt, in der Passionszeit, kreuzen auch in unseren Gottesdiensten und Andachten unzählige biblische Geschichten auf. Alle gleichermaßen aus dem Stoff, aus dem sich das Geheimnis unseres Glaubens speist.

Es ist einfach zu groß. Wie wir es auch drehen und wenden: Das Geheimnis des Kreuzes. Das Geheimnis des Lebens. Doch egal, wo wir stehen: Es möge sich Raum schaffen, in uns.

Pfarrerin Eva Weißmann, Godramstein

 


 

Tag 353: Dienstag, 2. März 2021

Das ist Oreo

353 oreoOreo ist das Pferd der Freundin unserer Tochter. Damit kam sie zu uns geritten. Das Bild rührt mich an ob der kindlichen Fürsorge, und es ist für mich DAS Bild für unsere Tage. Es steht für das, was wir brauchen:

1. Sicherheit. Ja, das Pferd muss schön angebunden werden. Man kann ja nie wissen... safety first - Sicherheit vor allem. Das ist ein guter Rat. Ganz loslassen, ganz frei sein können wir noch nicht, auch wenn es positive Anzeichen gibt.

2. Normalität. Die Freundin war zum Spielen da. Einfach zum Spielen! Wie gut das den Kindern tut! Und wie wohltuend, ihnen zuzusehen! Und wie sehr brauchen wir das auch: Normalität.

Ich bin optimistisch. Es geht voran mit den Impfungen. Es geht hinaus in Frühling und Sommer. Es wird normaler werden, wenn wir zugleich auf die Sicherheit achten.

Bewahren Sie Vorsicht, Umsicht und Zuversicht.

Pfarrer Martin Anefeld, Nußdorf


 

Tag 352: Montag, 1. März 2021

 #AndersAmen

Tag 352 AndersAmen

Heute kommt eine Youtube-Empfehlung von mir. Es ist ein Kanal von sogenannten „Sinnfluencern“. Das ist ein Wortspiel aus „Influencer“ und „Sinn“. Ein Sinnfluencer ist ein*e Influencer*in, die oder der sich für sinnhafte Inhalte ausspricht und die Reichweite ausschließlich für Themen wie Umweltschutz, Nachhaltigkeit – oder aber den Glauben nutzt. Durch Zufall – oder dank des Youtube- Algorithmus‘ – bin ich auf den Kanal „AndersAmen“ gestoßen. Er wird von einem Pfarrerinnenehepaar (Stefanie und Ellen Radke) betrieben. Die beiden unterhalten sich dort über Alltagsthemen sowie über Glaubensfragen. Und das tun sie nicht nur auf eine persönliche, sondern auch auf eine sehr private Art. Beide sind meistens unterschiedlicher Meinung, lachen viel – und das Wichtigste: Steffi und Ellen nehmen sich an, so wie sie sind. Trotz aller Unterschiede! Wenn das kein gutes Vorbild für eine Ehe – ganz im evangelischen Sinne – ist! Mich inspirieren sie jedenfalls. Aber nicht nur das: Es macht mir Spaß sie zu sehen. So sagt Pfarrerin Kerstin Söderblom bei evangelisch.de: „Die beiden kommen so frisch und unpastoral daher, dass es eine Freude ist. Trotzdem sind sie gläubig und auf ihre Weise fromm. Sie verkörpern eine spannende Mischung.“ So mag ich es, von ihnen mit einem erfrischenden „Liebe Himmelskinder“ begrüßt zu werden. Beim Abschied klingt es ganz klassisch: „Bleibt behütet“. Das tut so gut! Gucken Sie mal vorbei und lassen Sie sich auf diese erfrischende Vielfalt in unserer Kirche ein. PS: Wundern Sie sich nicht, wenn auch ich Sie bald im Gottesdienst mit „Liebe Himmelskinder“ begrüßen darf. Sie wissen jetzt, woher ich es habe. Hier hinterlasse ich Ihnen den Link Anders Amen - YouTube

Vikarin Almendra García de Reuter, Landau - Godramstein

 

 


 

Tag 351: Sonntag, 28. Februar 2021

Lockdownmüde?

Tag 351 Lockdownmüde

Erinnert ihr euch? Vor gut einem Jahr haben wir Steine angemalt, abends applaudiert oder auf dem Balkon gesungen. Das erste Mal Homeschooling, die erste Videokonferenz. Wir haben Regenbogen angemalt und gesagt: „Alles wird gut“. Es fühlte sich alles so neu an – und ich fühlte mich unsicher. Jetzt ,ein Jahr später, wissen wir so viel mehr über das Virus und haben Impfstoffe - wer hätte vor einem Jahr geglaubt, dass wir in so kurzerZeit drei Impfstoffe haben? Und dennoch habe ich diese Woche wieder ein neues Wort gelernt: „lockdownmüde“. Die Menschen seien lockdownmüde. Nach dem Motto: Jetzt muss es doch mal gut sein! Nicht mehr bereit, auf so vieles zu verzichten. Aber auch müde im Sinne von kraftlos, antriebslos, zerknirscht.

Ehrlich gesagt: Ich spüre es auch manchmal, eine Prise Lockdownmüdigkeit. Und was machen meine Kinder? Sie sammeln Steine und malen. Sie erinnern sich: „Das haben wir auch letztes Jahr gemacht. Das war schön.“ Die bunten Steine, die wir jetzt wieder im Garten haben, sind für mich wie Denkmale: Denk mal dran, was alles in einem Jahr passiert ist. Wieviel Gutes dabei entstanden ist, weil Menschen daran geglaubt haben, dass alles gut wird. Bunte Steine, die mich daran erinnern, dass es auf die Perspektive ankommt. Entweder ich sehe ein Jahr voller grauer Steine, die im Weg liegen – oder ein Jahr voller besonderer Momente, viele bunte Steine, die am Weg lagen. In der Bibel steht: „Gott gibt den Müden Kraft.“ (Jesaja 40,29). Vielleicht gerade durch Menschen, die nicht müde werden, an das Gute zu glauben – und Steine bemalen. Erinnert ihr euch?

Pfarrer Stefan Mendling, Annweiler

 


 

Tag 350: Samstag, 27. Februar 2021

Herzlichen Glückwunsch!

350 Herzlichen GlückwunschFeierten Sie in den letzten Wochen Ihren Geburtstag? Mit etwas Glück gehören Sie dann auch zu den stolzen Besitzern eines "Herzlichen-Glückwunsch-und alles Gute-Videos". Gemeinschaftsprojekte! Einmalige Kurzfilme, so einmalig wie die Geburtstagskinder selbst!

Da haben sich Freunde, Angehörige und Arbeitskollegen viele Gedanken gemacht. Sie lächeln, tanzen und singen in die Kameras der Smartphones. Sie zeigen im Hintergrund ihre eigenen Wände, in denen sie seit Wochen festsitzen. Sie geben etwas von sich preis, einen guten Wunsch, eine Durchhalteparole, ein schüchternes Lachen, ein ehrliches Gesicht, ein liebevoller Blick.

Filme drehen statt durchdrehen. Originell, phantasievoll, witzig. Eine neue Mitteilungsweise zwischen Postkarte und persönlichem Händeschütteln oder Küsschen.
Da blüht Kreativität auf, mitten in der Corona-Tristesse.

Und alle, die sich nicht zu den Starregisseuren zählen, alle, die aufstöhnen, wenn sie aufgefordert werden, sich an einem Video zu beteiligen, alle, die die Krise bekommen, wenn sie sich selbst sehen und sprechen hören, seien ermutigt und getröstet: Die Geburtstagsvideos sind bleibende Erinnerungen. Fast für die Ewigkeit. Zumindest werden sie auch dann noch Freude bereiten, wenn kaum noch jemand weiß, wer oder was Covid-19 und B 1.1.7 einmal gewesen waren.

Pfarrer Lothar Schwarz, Rhodt