Gute Nachricht - Gut-Tu-Nachricht

Tag 285: Donnerstag, 24. Dezember 2020

Wie komme ich gut durch die Weihnachtsfeiertage?

Tag 285 Weihnachtsfeiertage

Diese Frage bewegt viele Menschen in diesen Tagen.
Manche befürchten, dass man sich auf die Nerven geht.
Vier Tage am Stück mit der Familie könnten anstrengend werden!
Wie komme ich gut durch die Feiertage?
Das fragen auch Alleinstehende.
Deshalb ein paar Tipps :
1. Legen Sie für jeden Tag ein Programm fest.
2. Telefonieren Sie mit lieben Menschen .
3. Gehen Sie an die frische Luft- jeden Tag mindestens 30 Minuten.
4. Genießen Sie gutes Essen dankbar.
5. Beten Sie für alle, die es nötig haben ( dazu kann man selbst auch gehören ) und legen Sie dazu eine Liste an.
Frohe Weihnachten !

Gemeindediakonin Annette Bernhard, Annweiler/Hofstätten


 


Tag 284: Mittwoch, 23. Dezember 2020

Wunschzettel

284 Wunschzettel Nur noch 1 Tag … Nur noch 1 Tag bis Heilig Abend. Heilig Abend in diesem so ganz anderen Jahr. Heilig Abend mitten im Lockdown. Ganz anders und vielleicht gerade deshalb besonders.

Haben Sie schon alles, was Sie brauchen oder suchen Sie noch?

Was heute nicht geht, sind Last-Minute-Geschenkkäufe. Was aber unbedingt noch geht, ist einen Wunschzettel schreiben. Einen Wunschzettel schreiben und ganz fest darauf vertrauen, dass jemand ihn liest …

Für die Trostlosen ein Herz
Für die Heimatlosen ein Federbett
Für die Sprachlosen ein Lied
Für die Lustlosen einen Apfelbaum
Für die Schlaflosen einen Traum
Für die Freudlosen ein Trampolin
Für die Herzlosen ein Eisbärkind
Für alle einen Engel mit Feueratem
und Samthandschuhen.
(Susanne Niemeyer)

Beliebig ergänzbar mit eigenen Wünschen!

Pfarrerin Jasmin Coenen, Albersweiler

 


Tag 283: Dienstag, 21. Dezember 2020

Systemrelevante Krippen-Figuren

Viele Heiligabendgottesdienste wurden abgesagt und unsere Liebsten können wir nicht mehr besuchen, wie wir es gern tun würde… Was bleibt? Natürlich die Hoffnung, dass es im nächsten Jahr besser wird. Um die Hoffnung „bei der Arbeit“ zu unterstützen ist uns der Humor gegeben. Diese für mich lustige „Krippen-Aufstellungsordnung“ schickte mir meine Schwester aus Peru. Ich musste schmunzeln. Ich hoffe Ihnen geht es auch so.

Tag 283 Systemrelevant

Für Gott ist jeder einzelner von uns systemrelevant. Gott erwartet uns nicht als Figuren sondern als wichtigste Gäste aus Fleisch und Blut, ob wir den Geburtstag allein Zuhause feiern müssen oder in die Kirche gehen können. Der wichtigste Grund zum Feiern hat jeder und jede von uns, egal wo die Feier dieses Jahr stattfindet: Gott kommt zu uns!

Vikarin Almendra García de Reuter

 


Tag 282: Montag, 21. Dezember 2020

Kleine Bastelei

Tag 282 Bastelei

Nicht erschrecken: Heute will ich mit Ihnen basteln! Das gehört im Dezember ja schließlich mit dazu. Aber: keine Bange! Es wird nicht schwer. Versprochen. Und das, was Sie brauchen, haben Sie trotz Lockdown sicher auch schnell beisammen: Ein Stückchen Schnur nämlich und zehn Streichhölzer. Doch Achtung beim Richten! Nicht, dass eins knack macht. Wie schnell hat man da Kleinholz zwischen den Fingern ...

Ach. Manchmal fühle ich mich schon auch wie so ein kleines Stäbchen Holz: wehrlos und schwach angesichts der Belastungen, gerade des Corona-Alltags. Dann hab´ ich Angst zu zerbrechen. Zerbrochen zu werden. Wir basteln also mal lieber vorsichtig weiter: Zehn Streichhölzer. Plus Schnur. Schon fertig. Faszinierend, was das ausmacht! Denn jeglicher Versuch, jetzt ein Hölzchen zu knicken, scheitert. Gebündelte Kraft. Unzerbrechlich, wenn alle zusammenhalten.

Paulus kommt mir in den Sinn: „Ein Leib, viele Glieder.“ Und an einen kurzen Dialog eines Cartoons auf meiner Dienstpost in diesen Tagen erinnere ich mich, wo es hieß: „Was ist wichtiger? Der Weg oder das Ziel?“ Und die Antwort: „Die Weggefährten.“ Genau die wünsche ich uns auf unserem Weg durch die Weihnachtszeit!

Pfarrerin Eva Weißmann, Godramstein

 


Tag 281: Sonntag 4. Advent, 20. Dezember 2020

Wurzelgrund - Hoffnungsgrund

281 rose„Es ist ein Ros entsprungen aus einer Wurzel zart,
wie uns die Alten sungen, von Jesse kam die Art.“

Die Alten sangen es,
wir singen es Jahr für Jahr
und kehren zurück bis zu jenem Mann
in einem kleinen Landstädtchen Israels
zu unvordenklichen Zeiten,
der sonst längst vergessen wäre:
Isai - Jesse, der Vater Davids.

Der Wurzelgrund der Hoffnung ist oft unscheinbar.
Wie sollte Jesse ahnen,
dass sein Sohn mehr sein würde als ein Provinzherrscher,
nämlich Ahnherr des Herren aller Herren, Jesus Christus?

Wie soll ich ahnen, dass ein Wort, das ich einem Verzweifelten sage,
sich doch tief verwurzelt in seinem Herzen
und irgendwann gute, heilende Früchte trägt?

Wie soll ich ahnen,
dass meine Zuwendung zu einem weinenden Kind
dieses Kind nicht bloß einen Augenblick lang tröstet,
sondern dass tief in seinem Herzen ein Urvertrauen keimt,
das ein Leben lang trägt.

Wie soll ich ahnen,
dass eine ausgestreckte Hand, eine Lächeln zur rechten Zeit, ein kleines Geschenk
Wurzelgrund werden können für etwas, was größer ist als der Augenblick.

Alles hat seinen Grund.

Auch wenn ihn nicht ahne, nicht kenne, oder längst vergessen habe.
Aber das, was ich tue, wirkt fort,
kann etwas Gutes und Kostbares auslösen,
kann Hoffnung wecken,
Hoffnung zum Keimen und Grünen bringen.

Pfarrer Martin Anefeld, Nußdorf

mp3"Es ist ein Ros entsprungen" anhören


Tag 280: Samstag, 19. Dezember 2020

Glück

Tag 280 Glück

Glück ist die Erinnerung

an all die Abenteuer,

all dies verrückten

gefährlichen Dinge,

all die durchgemachten Nächte,

die uns zu besten Freunden machten.

Tom Sawyer &  Huck Finn

 

Glück kann noch viel mehr sein. Eine todsicherere Methode um Glück kaputt zu machen ist: Vergleichen mit anderen zu suchen und zu machen.

 

Pfarrer Thomas Himjak-Lang, Böchingen


Tag 279: Freitag, 18. Dezember 2020

Wie immer: ein Stall voller Probleme

Alle reden immer davon, was alles anders ist wegen Corona. Dabei ist das meiste wie immer! Wir haben wieder einen Adventskranz; wir dürfen die Kerzen sogar anstecken. An den Türchen vom Adventskalender sind keine Masken-Hinweisschilder. Hier gilt nur: Es ist Schokolade drin. Wie immer.

Und wir haben eine Weihnachtskrippe – die ist aber noch leer, Maria und Josef sind noch auf dem Weg, aber wenn sie in Bethlehem ankommen, dann ist alles dicht: harter Lockdown. Darum sind sie im Stall. Und sie feiern Weihnachten im kleinsten Kreis zu zweit, im Laufe der Nacht dann zu dritt – alle aus einem Hausstand, besser gesagt: Stall-Stand. Und der Stall ist natürlich gut gelüftet, allein schon wegen der Tiere. Und die Engel, die in der Nacht dazukommen, schweben über dem Stall – mit Abstand. Alles so, als hätte es Corona schon gegeben. Und kurz nach Weihnachten müssen Maria und Josef nach Ägypten quasi in Quarantäne. Die Heilige Familie erlebt das alles als persönliche Krise! Maria und Josef haben sich das bestimmt auch anders vorgestellt. Wie peinlich, dass sie ihrem Baby nichts Besseres bieten können als eine Futterkrippe. Gut möglich, dass Josef gedacht hat: Hoffentlich kriegt das keiner mit!

Und dann kommt auch noch ausgerechnet Gott zur Welt! Unter diesen Umständen, Zustände sind das! Eben da, wo Menschen sich das eigentlich ganz anders vorgestellt haben – genau da kommt Gott ins Spiel. Wenn ich Gott nichts Besseres bieten kann als einen Stall voller Probleme … dann ist er schon da. Wie immer.

Pfarrer Stefan Mendling, Annweiler