Tag 421: Sonntag, 9. Mai 2021

Beten tut gut!

421 gebetLetzte Woche erreichte mich eine Email, die mich beeindruckt und gefreut hat. Eine Bekannte bedankte sich für Genesungswünsche und mein Versprechen, für sie zu beten.

"Erfahren durfte ich in den vergangenen Wochen, dass Gott Gebete erhört ... Man hat sich einfach geborgen gefühlt, man kann sich manchmal einfach in seine Hände legen. Eine solche Erfahrung kann man leider sehr schlecht mit Worten beschreiben."

Wie ist das mit dem Beten? Hilft beten wirklich ? Gebete können ganz unterschiedlich sein: Man kann nicht nur mit Worten beten, wie es viele aus der Kirche kennen. Man kann auch singen und sogar laufen. Pilger begreifen ihren langen Marsch als Gebet mit den Füßen. Andere riechen oder sehen ihr Gebet. In diesen Maitagen beim Spaziergang: Das wunderbare frische Grün der Buchen, das meine Augen sehen, meine Seele berührt und mich dankbar werden lässt.

Naturwissenschaftler haben erforscht: Beim Beten werden bestimmte Bereiche des Hirns besonders stimuliert. Das wirkt sich auf die meine Gefühle aus, auf meine Energie und mein Denken. Beten bewirkt also etwas zumindest bei dem, der betet.

Es gibt auch einen psychologische Aspekt: Im Gebet mache ich mir meine Wünsche, Sehnsüchte und Hoffnungen bewusst. Danach kann ich versuchen, sie gezielter umzusetzen. Wer Kontakt mit Gott aufnimmt, legt sich und die Welt in Gottes Hand. Mehr ist es nicht. Aber vielleicht liegt darin die größte Wirkung eines Gebets: Sich und die Welt in seiner Obhut zu wissen. Das entlastet. Das macht Hoffnung. 

Meine Freude, meinen Dank, alles sag ich dir.
Du hältst zu mir, guter Gott, spür ich tief in mir.
Halte zu mir, guter Gott, heut den ganzen Tag.
Halt die Hände über mich, was auch kommen mag.
( NL plus 49 )

Gemeindediakonin Annette Bernhard, Annweiler / Hofstätten