Um 1500 wurde es von dem Nußdorfer Gerichtsschöffen Hans Hohl erbaut. Im 30jährigen Krieg wurde es zerstört und 1671/72 auf dem historischen Fundament im Fachwerkstil in der heute sichtbaren Form wiederaufgebaut. Danach wurde es als landwirtschaftliches Anwesen bis 1976 genutzt, anschließend zum Verkauf – einschließlich Abriss – freigegeben.

Auf Initiative des Pfarrers Gerhard Postel erwarb die protestantische Kirchengemeinde Nußdorf das Anwesen. Es wurde der Bauverein Nußdorf gegründet, durch den die Erhaltung des Hauses finanziert wird. Dazu findet jedes Jahr am letzten August-Wochenende das Bauernhausfest statt.

Im Erdgeschoss befinden sich zwei Räume, die als Treffpunkt für Gruppen nutzbar sind und von einer zentralen Küche bewirtschaftet werden. Im ersten Stock betreibt der historische Arbeitskreis mehrere Museumsräume.

Der zweite Stock wird für die Jugendarbeit der Kirchengemeinde genutzt. Im hinteren Teil des Anwesens befindet sich eine abgeschlossene Wohnung.