Osterfeier in der Kita
Sie findet normalerweise in der Turnhalle mit allen Kindern statt. Nun sind wir ja schon das ganze letzte Jahr über flexibel: Entsprechend hatte Vikarin Almendra García de Reuter in die Kirche eingeladen und in drei Gruppensettings gänzlich corona-konform mit einer wunderschönen Storybag und einer fetzigen Kinderlieder-CD die Emmausgeschichte erzählt (Lukas 24,13-35). U.a. ein Osterfeuer und versteckte Geschenke in der Kita durften danach denn auch nicht fehlen. Dankeschön allen, die mitgewirkt haben, nicht zuletzt dem Osterhasen! :-)

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Auszug aus dem aktuellen Gemeindebrief Ostern bis September 2021:

Aktuelles aus der Kita
Ostern steht vor der Tür und trotz Corona ist es uns wichtig, dieses Fest mit den Kindern so normal wie möglich zu feiern. Über einen Zeitraum von drei Wochen gibt es religionspädagogische Angebote, bei denen die Kinder etwas über das Leben und Wirken Jesu erfahren. Zwei Kolleginnen laden die Kinder gruppenweise in die Turnhalle ein, um ihnen die Geschichten von der Sturmstillung oder Zachäus, dem Zöllner, zu erzählen. Zur Osterfeier gehen die Kinder dann gruppenweise in die Kirche. Frau García de Reuter übernimmt in diesem Jahr die Gestaltung. In der Kita dürfen die Kinder im Garten nach den Ostergeschenken suchen. Dieses Jahr haben wir Baufahrzeuge für den Sandkasten angeschafft.

Sind wir im Regelbetrieb?
Seit Beginn von Corona liest man immer wieder vom „Regelbetrieb“, meist in Pressemitteilungen des Bundesministeriums. Leider wird dieser Begriff unserer Ansicht nach völlig falsch eingesetzt bzw. mit Erweiterungen wie „bei dringendem Bedarf“ verwässert und damit in seiner eigentlichen Bedeutung verfälscht. Um zu verstehen, was Regelbetrieb bedeutet, müssen wir uns zunächst mit der Konzeption der Kita beschäftigen. Darin sind die Rahmenbedingungen und die pädagogischen Ziele der Einrichtung sowie deren Umsetzung im Kindergartenalltag verankert. Die Konzeption wird durch das Landesjugendamt geprüft und genehmigt. Sie beinhaltet den rechtsverbindlichen Rahmen für das, was wir Regelbetrieb nennen.

In unserer Konzeption wird zum Beispiel festgelegt, dass unsere Räume nach Funktionsschwerpunkten eingerichtet sind und die Kinder im Regelbetrieb die Räume nach Belieben wechseln können. Eine weitere Komponente des Regelbetriebs ist der Rechtsanspruch auf Betreuung. Die Eltern haben ein Recht auf einen Kitaplatz für ihre Kinder; diesen Platz muss die Kommune bereitstellen. Dabei wird sie von freien Trägern, wie in unserem Fall der Evangelischen Kirche bzw. der Prot. Kirchengemeinde Godramstein, unterstützt. Der Rechtsanspruch war während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 außer Kraft. Stattdessen waren die Kitas im Notbetrieb. Nur Eltern in „systemrelevanten“ Berufen hatten Anspruch auf Betreuung. Das führte zu viel Kritik und so schwenkte die Landesregierung auf den „Regelbetrieb bei dringendem Bedarf“ um, verbunden mit dem Appell an die Eltern, die Kinder nach Möglichkeit zu Hause zu betreuen. Der Rechtsanspruch war wieder in Kraft, jedoch sollte weiterhin an den Hygienekonzepten festgehalten werden, die eine Durchmischung der Kinder verhindern sollen.

Arbeiten im offenen Konzept, wie in unserer Konzeption vorgesehen? Fehlanzeige. Ein entscheidender Bestandteil des Regelbetriebs wurde einfach weggelassen. Nun hat die Landesregierung entschieden, ab 15.03.2021 den Regelbetrieb unter Corona-Bedingungen auszurufen. Auch hier weist das Landesjugendamt in seinem Rundschreiben (Nr. 29 / 2021) auf Folgendes hin: Regelbetrieb unter Corona-Bedingungen kann kein völliger Normalbetrieb sein.“ Wieder geht es nur um die Erfüllung des Rechtsanspruchs, die Rückkehr zu den konzeptionell festgelegten Rahmenbedingungen wird nicht empfohlen. Es geht lediglich um die Sicherstellung eines Betreuungsangebots für alle Kinder. Der Regelbetrieb würde dann stattfinden, wenn wir wieder so arbeiten würden, wie es in unserer Konzeption festgelegt ist. Leider hat sich seit Beginn von Corona kein Entscheidungsträger dazu durchgerungen, Verantwortung zu übernehmen. Gerne erinnern wir an die Liste der „systemrelevanten“ Berufe, die nie vorgelegt wurde oder das ausgebliebene Hygienekonzept, das die Erzieher*innen tatsächlich schützt.

Wir sind sehr gespannt, ob irgendwann von einer offiziellen Stelle der tatsächliche Regelbetrieb empfohlen wird, der in unserer Einrichtung die Durchmischung der Kinder bedeuten würde. Da wir seit Beginn von Corona immer selbst entscheiden mussten, wer systemrelevant ist, ob wir in der pädagogischen Interaktion Masken tragen und wie wir ein Konzept umsetzten, für das unsere Räume nicht gemacht sind, werden wir wohl auch selbst überlegen müssen, wann die Rückkehr zum offenen Konzept verantwortbar ist. Auf ein Votum der verantwortlichen Stellen warten wir sicher vergebens. Erst wenn diese Entscheidung getroffen und die Konzeption ohne Einschränkung wieder gültig ist, findet das statt, von dem die Landesregierung so gerne redet: der Regelbetrieb.  

Für die Kita: Arbind Brauch, Leitung

Schließtage: 14. Mai und 4. Juni sowie 9. bis 27. August

 

Auszug aus dem Gemeindebrief Advent 2020 bis Ostern 2021:

Was sich in unserem Kita-Alltag verändert hat

Nachdem im August der Regelbetrieb in den Kitas ausgerufen wurde, kamen mit steigenden Fallzahlen immer mehr Einschränkungen auf uns zu. Zuletzt kam sogar vom OB persönlich die Empfehlung, nicht mehr in geöffneten Gruppen zu arbeiten. Die Einrichtung unserer Räume orientiert sich jedoch an den Funktionsschwerpunkten. Dadurch sind nicht alle Spielmaterialien in jedem Raum verfügbar. Zusätzlich besteht ein Großteil unseres Konzepts aus gruppenübergreifenden Angeboten, die ebenfalls nicht mehr stattfinden sollen. Die Öffnungszeiten müssen aber laut Landesregierung für alle Kinder gewährleistet werden, was bei drei getrennten Gruppen den dreifachen Personalaufwand während der Früh- und Spätdienste bedeutet. Eine Antwort darauf, wie der personelle Mehraufwand ge-schultert werden kann, bleiben uns die Verantwortlichen wie üblich schuldig. Der Verweis auf Vertretungen nützt wenig, da diese selten in ausreichendem Umfang und mit angemessener Qualifizierung zur Verfügung stehen. In unserer Kita haben wir uns damit beholfen, dass wir unsere Team- und Vorbereitungszeiten einschränken und dadurch mehr Stunden am Kind zur Verfügung haben.

Um die Gruppen konsequent voneinander zu trennen und bei einem Corona-Fall nicht die ganze Einrichtung schließen zu müssen, wurden die Geschwisterkinder zusammengelegt. Das Außengelände wurde mit Flatterband unterteilt, die Toiletten jeweils fest den Stammgruppen zugeordnet. Statt die Einrichtung komplett umzuräumen, tauschen die Gruppen wöchentlich den Funktionsraum. So hat jedes Kind im Wechsel Zugang zu jedem Schwerpunkt.

Unsere Besprechungen finden derzeit nur per Videokonferenz statt, um auch das Personal zu trennen und eine maximale Betreuungssicherheit zu erreichen. Die gruppenübergreifenden Angebote, wie zum Beispiel die Lernwerkstatt für die Vorschulkinder, werden nun innerhalb der Stammgruppe angeboten. Trotz der veränderten Rahmenbedingungen können wir den Kindern so einen relativ normalen Kita-Alltag bieten, auch wenn der Wechsel zwischen den Räumen derzeit nicht möglich ist. Es bleibt die Hoffnung auf eine Beruhigung der Lage im kommenden Jahr, so dass wir wieder zu unserem bewährten Konzept zurückkehren können.

Elternausschuss

Corona-bedingt wurde im November via Briefwahl ein neuer Elternausschuss gewählt. Ihm gehören für das laufende Kindergartenjahr an: Frau Grün, Herr Polster, Frau Rudy, Frau Schneider (Vorsitzende), Frau Schröter und Frau Stivaktatis (stellv. Vorsitzende). Beratendes Mitglied: Frau Lahmers. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Advent in den Ostergärten

Dieses Jahr gestalten wir die Adventszeit unter besonderen Voraussetzungen. Standen in den vergangenen Jahren vor allem gruppenübergreifende Angebote wie unsere Adventsandachten oder der Familiengottesdienst im Vordergrund, müssen wir dieses Jahr mit festen Betreuungssettings planen. So können manche Veranstaltungen nicht stattfinden, für andere müssen neue Formen gefunden werden. Wir haben mittels Zoom zusammengesessen und viele Ideen entwickelt, wie wir für die Kinder die Zeit bis Weihnachten gestalten können: Die gruppeninternen Adventsstündchen finden wie jedes Jahr statt. Am 07.12. besuchte uns der Nikolaus, mit Abstand und einem Sack voller Geschenke. Einen Adventsgottesdienst können wir leider nicht veranstalten, da unter Einhaltung des Hygienekonzepts nicht alle Familien in die Kirche passen. Stattdessen gehen die Kinder am 17.12. zu Frau Weißmann in die Kirche, die an diesem Tag die Adventsstündchen übernimmt.

Am 23.12. gibt es wie üblich eine interne Weihnachtsfeier in den Gruppen, die Kinder dürfen durch die Adventsspirale laufen und zum Abschluss wird ein gemeinsames Mittagessen für alle angeboten. Auch an diesem Tag bewegen sich die Kinder ausschließlich in ihren Stammgruppen. Trotz der veränderten Rahmenbedingungen freuen wir uns auf eine besinnliche Adventszeit und wünschen Ihnen frohe Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr!  

Ihr Kita-Team