Tag 122: Dienstag, 14. Juli 2020

Ach was!?

„Ach was!? Du bist Pfarrerin geworden?!“ Mein Gegenüber (es muss Jahrzehnte her sein, dass wir uns das letzte Mal gesehen haben) schaut mich verblüfft an: „Du siehst doch eigentlich immer noch ganz ...“ Er bricht ab. „… normal aus“ sollte es vermutlich weiter heißen. Immerhin meint er dann: „Manchmal beneide ich die Leute ja, die an was glauben. Die haben wenigstens einen sicheren Halt.“ „Auch Christen kennen Zweifel …“, gebe ich zu bedenken, doch mein Gegenüber fährt schon fort: „Wahrscheinlich müsste man viel mehr über den Glauben und die Bibel wissen.“ Da hat er allerdings Recht und so geht es wohl vielen:

 

Einerseits wissen sie wenig und haben Vorurteile, andererseits ahnen sie etwas von den Chancen des Glaubens und haben Sehnsucht nach Hoffnung und Trost:
Wo kann es Orientierung und einen tragfähigen Halt für das Leben geben?
Was ist dran an Religion und Kirche und wie kann man selbst Zugang finden?

In jeder Gemeinde wird letztlich danach gefragt und versuchen unter anderem die Gottesdienste Hilfe zu sein. Wie wärs? Lassen Sie sich doch einfach mal dazu einladen, vielleicht ja schon nächsten Sonntag? Ihre Pfarrerin / Ihr Pfarrer wird sich freuen!

Pfarrerin Eva Weißmann, Godramstein