Tag 95: Mittwoch, 17. Juni 2020

Seht die Lilien an ...

95 lilieSeht die Lilien an, wie sie wachsen: sie spinnen nicht, sie weben nicht. Ich sage euch aber, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. (Lukas 12,27)

Wunderschön ist sie: die Lilie in meinem Garten. Eine Schönheit. Aufrecht und attraktiv. Prächtig und erhaben.
Ich liebe Blumen. Auch der Fingerhut, der gerade in den Wäldern und Gärten blüht, begeistert mich. Blumen machen mich froh. Oft steht ein schöner Strauß auf dem Wohnzimmertisch. Sie erzählen davon, wie bunt und vielfältig die Schöpfung ist. Sie sagen mir:

Wir erblühen ohne eigenes Zutun und wachsen ohne Hast. Wir leben von der Erde, die uns trägt und nährt. Öffnen uns dem Licht. Wir blühen, strahlen und erfreuen unser Umfeld. Uns Menschen fehlt oft die Gelassenheit und das Vertrauen, dass Gott auch für uns gut sorgt. Wir hetzen durch unser Leben und machen uns tausend Sorgen. Dabei wäre das nicht nötig. Gott gibt uns, was wir brauchen.

Gott möchte, dass wir uns entfalten mit unseren Fähigkeiten, die er uns mitgegeben hat. Wir Menschen können auch blühen, können aufblühen, wenn es uns gut geht. Gott wünscht sich, dass wir die Welt ein wenig schöner machen.
Dass andere sich an uns erfreuen und sagen : Ohne dich wäre die Welt weniger schön.

Wie die zarten Blumen
willig sich entfalten
und der Sonne stille halten,
lass mich so still und froh
deine Strahlen fassen
und dich wirken lassen.
( EG 165, 6 )

Gemeindediakonin Annette Bernhard , Annweiler / Hofstätten