Tag 68: Donnerstag, 21. Mai 2020

Lesezeichen

68 vatertagWenn wir in einem Buch was entdecken, das uns gut gefällt oder wichtig scheint, dann legen wir gern ein Lesezeichen zwischen die Seiten, damit wir es leicht und schnell wiederfinden und nichts in Vergessenheit geraten kann.

 

Solche Lesezeichen sind letztlich auch unsere Feiertage: Jahr um Jahr wollen sie uns an wichtige Stellen in unserem Leben als Christen erinnern. An das, was nicht in Vergessenheit geraten darf, und helfen soll, uns zurechtzufinden im Buch unseres Lebens.

Mindestens ein Tag wird dabei oft übersehen – trotz Lesezeichen: der Tag heute! Dabei ist es gut, auf dem Weg von Ostern nach Pfingsten innezuhalten, und sich eben gerade an Himmelfahrt auf die Suche nach Gott zu machen.

„Wenn ich Gott suche“, so sagen manche, „dann geh´ ich in den Wald.“ Andere wollen Gott finden, wenn sie am Ufer eines Sees sitzen oder am Meer. Wieder andere brauchen dazu Kerzenlicht oder Musik. Ja, wo können wir Gott begegnen? Wo ist er zu Hause?

Ein Spötter sagte einst zu einem Rabbi: „Ich gebe dir ein Goldstück, wenn du mir sagst und zeigst, wo Gott wohnt!“ Darauf erwiderte der Rabbi: „Ich gebe dir fünf Goldstücke, wenn du mir sagst und zeigst, wo Gott nicht wohnt!“

Gott. Aller Himmel Himmel können dich nicht fassen.
Dennoch hast du in Jesus Christus Wohnung
genommen unter uns und bleibst nah durch den Heiligen Geist.
Wir sehnen uns nach dem Himmel auf Erden, gerade in diesen Tagen.
So lass uns bei dir finden, was wir suchen, und hab´ Dank,
dass du Himmel und Erde und uns alle in deinen Händen hältst. Amen.

Pfarrerin Eva Weißmann, Godramstein