Tag 51: Montag, 4. Mai 2020

Beten heißt...

51 Sack2Was sich Gott gerade wohl alles anhören muss. Da sind bestimmt viele Ängste – vor der Krankheit, vor dem Sterben. Da ist Verzweiflung und zerstörte Existenzen. Da ist bestimmt Überforderung: Was soll ich bloß tun? Wie geht es jetzt nur weiter?

 

Bestimmt ist da aber auch Dankbarkeit nach der Genesung, für erfahrene Hilfe. Freude über bestandene Prüfungen. Vielleicht sogar ein Lied. Erst gestern haben manche Gemeinden wieder Gottesdienste gefeiert. Auch mein persönlicher Sack, den ich Gott immer wieder vor die Füße werfe, enthält eine Mischung aus Sorgen, Ängsten, Freude und Dankbarkeit. Jeden Abend finde ich mindestens drei Dinge, für die ich Gott danke sagen kann. Vor einigen Tagen hatten wir es von Ritualen, die den Tag strukturieren, mein fängt so an:

Guter Gott, himmlischer Vater, ich danke dir für den heutigen Tag, ich danke dir für …

Pfarrer Thomas Himjak-Lang, Böchingen