Allgemeine Informationen zur Arbeit des Presbyteriums:

Es gehört zum Wesen des Protestantismus, dass die Verantwortung für die Leitung in der Kirche und in den Gemeinden nicht einem Einzelnen übertragen wird, sondern diese Leitung in gemeinsamer Verantwortung von Vielen geschieht. Presbyterinnen und Presbyter setzen sich mit Herzblut und Engagement dafür ein, für ihre Kirchengemeinden gute Entscheidungen zu treffen. Sie stellen ihre Gaben und Talente zur Verfügung, um Kirche nach innen und nach außen zu profilieren. Sie beraten und beschließen, wie sich die unterschiedlichen Arbeitsfelder in der Gemeinde entwickeln und welche Schwerpunkte dabei gesetzt werden sollen.

Auch Sie können Ihre Kirchengemeinde vor Ort unterstützen: Stärken Sie Ihren Presbyterinnen und Presbytern den Rücken für anstehende Entscheidungen, nehmen Sie am Gemeindeleben teil und geben Rückmeldung zu den Themen, die die Frauen und Männer im Gremium zu beraten haben. So gestalten Sie Kirche mit!

... oder engagieren Sie sich direkt selbst:

Die nächsten Presbyteriumswahlen sind am 1. Advent 2020!
-> Sie haben uns gerade noch gefehlt! Wir freuen uns über neue Mitstreitende!


MITmacher*innen und MUTmacher*innen gesucht.

Fragen und Fakten zur Kirchenwahl 2020

Wann wird gewählt?
Am 29. November 2020 werden in den Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche) die Presbyterinnen und Presbyter sowie die Ersatzmitglieder für die nächsten sechs Jahre gewählt.

Wer ist wahlberechtigt?
Wahlberechtigt sind grundsätzlich alle Kirchenmitglieder der Evangelischen Kirche der Pfalz, die am Tag der Wahl das 14. Lebensjahr vollendet haben und seit mindestens zwei Monaten ihrer Kirchengemeinde angehören. Diejenigen, die außer ihrem Hauptwohnsitz bspw. noch einen Nebenwohnsitz haben, können grundsätzlich nur in der Kirchengemeinde wählen, in der sich ihr Hauptwohnsitz befindet. Neu ist, dass im Zuge der Gleichbehandlung auch hilfebedürftige Menschen, für die eine Betreuerin / ein Betreuer bestellt ist, wählen dürfen.

Wer kann bei der Wahl kandidieren?
Wählbar sind diejenigen Wahlberechtigten, die am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben und konfirmiert sind. Die letztgenannte Voraussetzung entfällt, wenn Wahlberechtigte erst nach dem üblichen Konfirmationsalter Kirchenmitglied wurden.

Wie viele Presbyterinnen und Presbyter sind zu wählen?
Die Anzahl der zu wählenden Presbyter*innen richtet sich grundsätzlich nach der Gemeindegliederzahl der Kirchengemeinde (Stichtag: 30.06.2020). In kleinen Orten mit bis zu 500 Gemeindegliedern werden 5 Presbyteriumsmitglieder gewählt, in Orten mit mehr als 500 Gemeindegliedern ist je angefangene 500 bzw. bei über 4.000 Gemeindegliedern je angefangene 1.000 ein weiteres Mitglied zu wählen. Neu ist, dass Kirchengemeinden ab einer Gemeindegliederzahl von 501 auf Antrag die Zahl der zu wählenden Mitglieder des Presbyteriums statt bisher um ein Mitglied in Zukunft um zwei Mitglieder erhöhen oder verringern können.
                                                                                                                                                                                                                               Oberkirchenrat Dieter Lutz

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Hier erhalten Sie weitere Infos zu den Wahlen.

 

Auszug aus der Kirchenverfassung der Evangelischen Kirche der Pfalz:

§ 13 KVV

(1) Presbyterinnen, Presbyter, Pfarrerinnen und Pfarrer (Presbyterium) leiten zusammen die Kirchengemeinde. Sie tragen deshalb gemeinsam Verantwortung für die Verkündigung des Evangeliums in Wort und Sakrament, die Seelsorge, die christliche Unterweisung, die Diakonieund Mission sowie für die Einhaltung der kirchlichen Ordnung.
(2) Zu den Aufgaben des Presbyteriums gehört insbesondere:
1. für den Dienst der haupt-, neben- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kirchengemeinde Sorge zu tragen,
2. die Gemeindearbeit in allen Bereichen zu fördern,
3. zur Aussprache über kirchliche Angelegenheiten und zur Pflege des kirchlichen Lebens Gemeindeversammlungen einzuberufen,
4. für die Durchführung von Sammlungen zu sorgen,
5. die Gemeindeglieder zu informieren,
6. das Vermögen der Kirchengemeinde gewissenhaft zu verwalten,
7. dafür zu sorgen, dass die Gebäude nebst Zubehör in gutem Zustand erhalten werden,
8. das Pfarrwahlrecht der Kirchengemeinde nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen auszuüben,
9. die Kirchengemeinde gerichtlich und außergerichtlich zu vertreten (§ 6 Abs. 3 Satz 2).